20. Januar 2018

Babbitt...

...neu übersetzt passt der Roman in diese Zeit

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -

Der Autor

Harry Sinclair Lewis (* 1885 in Sauk Centre, Minnesota; † 1951 in Rom) war ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, der sich durch seine gesellschaftskritischen satirischen Romane einen Namen machte. Ihm wurde 1930 als erstem Amerikaner der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Und ich lese dieses Büchlein - da im handlichen Kleinformat -, da es mir hochaktuell in die jetzige Zeit zu passen scheint. Und nicht zuletzt weil ich selbst von jeher rebellisch war und geblieben bin.


Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist,
und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen
und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen,
indem er sie sich aneignet.

Ödön von Horváth (1901 - 1938), eigentlich Edmund von Horváth,
deutsch schreibender österreichisch-ungarischer Schriftsteller und Dramatiker
Quelle: Horváth, Der ewige Spießer, Propyläen, Berlin 1930

Inhalt

Wir verfolgen quasi durch ein Schlüsselloch die Person, um die es sich dreht im Buch - Babbitt! Sein langweiliges spießiges Leben, seinen minutiös aufgedröselten Alltag. Der Immobilienhändler George Babbitt, der leibhaftig als angepasster Duckmäusers gezeichnet wurde, ist so deutlich beschrieben, dass er lebendig wird. In seinem Umfeld dreht sich alles um sein gequältes Angepasstsein, das Geschäft, die biedere Ehe und Babbitt passt sich beflissen der Philosophie seiner Mitmenschen an. Obwohl ihm zwischendurch bewusst ist, dass er unzufrieden und unglücklich dabei wird.

Nebenbei erwähnt sei, dass Lewis mit dem Babbitt eine Begrifflichkeit schuf.
Als Babbitt werden nämlich heute noch Spießbürger in Amerika bezeichnet.
Vielleicht sogar auch als Beschimpfung benutzt und eingesetzt?!


Der Roman Babbitt deutet zur Erscheinung des Romans auf die amerikanische Gesellschaft hin, zu einem wichtigen Moment der damaligen Modernisierung. Klar, inzwischen haben wir längst eine enorme industrielle und ebenfalls gesellschaftliche Revolution erlebt, wir sind in einer hochtechnisierten Welt - dennoch sind die dargestellten gesellschaftlichen Strukturen und psychologischen Mechanismen nach wie vor präsent.

Ein toller Roman, ein Buch das man mögen muss und ich werde es öfter
in die Hand nehmen.
Dieses Buch sollte in keinem Bücherregal fehlen!

Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen



18. Januar 2018

Freunde...

...sind etwas besonderes
Geteilt u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea

Wir besuchten unlängst eine Freundin, die umgezogen war und nun im Süden von Augsburg
im Stadtteil Göggingen lebt. In deren neuen Wohnung fand ich entsprechend ein Schild...

...das ich für das ZIB zeigen möchte.

Es handelt sich heute im Übrigen um einen vorgebloggten Post. Inzwischen bin ich nämlich in Windach in der Nähe vom Ammersee in einer Klinik zur Schmerztherapie aufgeschlagen, wie es neudeutsch heißt.

Nun stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich Zeit und Lust zum Betreiben des Blogs erübrigen lassen neben dem Programm, das mich hier erwartet. Frau wird sehen und berichten!
Um Verständnis bitte ich bereits jetzt bezüglich der gegenseitigen Kommentare zum ZIB, da die WLAN-Verbindung nicht immer ausreichend gut funktioniert.
Es war eine aufreibende Woche zwischen einem letzten Arztbesuch - davon der Post unter Aged and Engaged - einigen Besorgungen, einem umfangreicheren Kofferpacken und der Fahrt im Schneesturm hierher nach Windach in die Klinik.

 Neue Räume - neue Gesichter!


Werden während des Aufenthalts neue Freundschaften entstehen?
Doch, es lässt sich in der Klinik wohlfühlen. Das Essen ist fantastisch, die Mitpatienten nett, mein Arzt einfühlsam und innovativ. Dann kann es nächste Woche beginnen: Die Schmerztherapie...

...und ich bin gespannt neugierig!




Habt es alle fein und ein wunderschönes Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit Nova`s Zitate

15. Januar 2018

Miau...

...heißt es weiterhin!

Eine Katzen-Storydiesmal nicht aus unserem Haus


Eine bildhafte Ergänzung zum Post vom letzten Samstag
Ja, das läuft vielleicht gerade ein wenig durcheinander!
Und daher ist der Post nicht nur für die Katz` sondern auch für die

 Einfach schnelle eine fremde Katze retten, wie samstags gepostet, unter Glück gehabt.

Und mich weiterhin mit einem Blick nach oben freuen...
...zum Beispiel über die kurvig-schwungvollen Kratzer am Himmel!




Auf dem Weg zum Fahrzeug, das seitlich parkte fotografisch Eindrücke einsammeln.
Überlegend, ob und inwieweit sich das Bild künstlerisch verarbeiten ließe.




...und hier der Protoganist der Story






Komm, schöne Katze, und schmiege dich
an mein Herz, halt zurück deine Kralle.

Lass` den Blick in dein Auge tauchen mich,
in dein Aug' von Achat und Metalle.

So oft dich mein Finger gemächlich streift,
deinen Kopf und Rücken zu schmeicheln,
und träumende Lust meine Hand ergreift,
die magnetischen Glieder zu streicheln,
schau ich im Geist meine Frau. Der Strahl
ihres Blicks, mein Tier, gleicht dem deinen,
ist tief und kalt wie ein schneidender Stahl.

In schmiegsamem Spiel haucht den feinen,
gefährlichen Duft, wie Schmeichelgruß,
ihr brauner Leib von Kopf zu Fuß.

1821 - 1867, französischer Dichter und Ästhetiker








Alles für die Katz.

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte,
kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.
Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken:
Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.


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Ich wünsche allen einen angenehmen Start in die Woche






Heidrun